Eine Oberbayern Rundreise (3)
…oder: “Gott mit Dir, Du Land der Bayern.”
Weiter auf dem Tatzelwurm
Und weiter gings, auf kurvenreicher Strasse dem Himmel immer näher.
Am Tatzelwurm, Seebach mit Blick zum Brünnstein
Hier war die Panoramafotografie regelrechter Frühsport. Am steilen Hang im nassen Gras Halt zu finden für meine “TaiChi-Übungen” war gar nicht so einfach – und die “Bodenbelichtung” war schon fast abenteuerlich. Verwunderlich, das kein Schwein guckte.
Tatzelwurm, Blick zum Sudelfeld
Die Gegend kannte ich bisher nur im Winter, fast schon erschreckend, die kahlen Parkplätze, blanker Schotter neben kahlen Wiesen. Man hat fast das Gefühl, das Gras hat sich hier seit dem Winter noch immer nicht erholt.
Am Spitzingsee
Hier fühle ich mich ja richtig heimisch, habe schon Stunden in der Schlange am Lift verbracht, musste als Kind mit meinen Eltern unwillig Bergtouren absolvieren und erinnere mich voller Grauen dran – aber nicht ohne etwas Sentimentalität. Trotzdem bin ich froh, durch Kamera und Stativ ein Alibi dafür zu haben, möglichst nahe an die Motive heranfahren zu können. Den Parkplatz am Spitzingsattel “erkaufe” ich mir mit einem Weißwurstfrühstück.
Spitzingsee, Blick auf das Südwestufer
Weiter zum Schliersee
Noch mehr zurück in die Vergangenheit! Hier verbrachte ich seit meinem 4. oder 5.Lebensjahr nahezu jährlich den Winterurlaub mit meinen Eltern, fuhr Ski und Schlittschuh, spielte Tischtennis und feierte Silvester. Hier war ich sogar mal im Sommerurlaub…
Schliersee, vom See aus, wirklich!
(“Schaut” runter, am besten im Vollbildmodus, dann spürt ihr förmlich das kalte Wasser!)
Und der Blick nach Westen von der Weinbergkapelle
(hier war ich selbst als Kind noch nie)
Man merkt halt oft spät, was man so versäumt hat…
Inzwischen wurden die Temperaturen sommerlich und ich und ich machte mich auf in Richtung Hopfenland Hallertau.
Im Hopfenland
Hallertau (oder auch Holledau) ist den Meisten aus dem Verkehrsfunk auf ihrem Weg nach Süden bekannt. Ich wollte mich dort etwas näher umsehen, denn durch eine Freundschaft in der Gegend von Wolnzach hatte ich schon einen kurzen Eindruck der Landschaft bekommen können. Ich war fasziniert von der Gegend kurz vor München, deren sattes grün des Hopfen den sanften Wellen der Landschaft folgt, aber die viele Leute scheinbar nur bei der Vorbeifahrt zu sehen bekommen. Ich wollte sehen, ob ich diese Eindrücke in Panoramafotos festhalten konnte.
Hopfenanbau bei Gebrontshofen, Nähe Wolnzach
…zum Abschluß
Der Heimweg war dann ermüdend. Der Tag war lang gewesen, der Verkehr zwischen Irschenberg und Pfaffenhofen dicht und wurde nach Ingolstadt noch dichter. Meinen ursprünglichen Plan, am Abend noch Eichstätt zu besuchen, ließ ich fallen und fuhr heim.
Die Auswahl meiner Route und der Motive ist natürlich sehr subjektiv und war überdies teilweise auch vom Wetter bestimmt. Die Gedenkstätte in Dachau hätte ich gerne besucht, ebenso Burghausen. Ein längerer Aufenthalt am Ufer und den Inseln des Chiemsees wäre genauso interessant gewesen wie ein Besuch im westlichen Oberbayern.
Aber als Nürnberger – und Franke, kann ich doch die Schönheit dieses Landes und dieser Region würdigen und fühle mich hier ebenso zuhause wie in unserer schönen Stadt. Es war ein anstrengender aber auch sehr schöner Ausflug. Auf eine Fortsetzung freue ich mich schon heute.
Eine Oberbayern Rundreise (2)
…oder: “Gott mit Dir, Du Land der Bayern.”
In die Berge…
Durstig und verschwitzt, aber sehr zufrieden mit den fotografierten Panoramen nahm ich am Nachmittag wieder die Weiterreise auf.
Ich wollte Richtung Chiemsee nach Seebruck. Die Fahrt dauerte länger als gedacht und als ich ankam war ich von Wasserburg noch so gefangen, dass ich kein überzeugendes Motiv für ein 360grad Panorama fand. Dafür ein Café mit prima Kuchen und kalter Apfelschorle. Zudem waren die Wolken hartnäckig und verdarben etwas meine Motivation, noch länger nach einem Plätzchen mit Schilf und Seeblick für ein Panorama zu suchen. So fuhr ich in Richtung Berge, nach Ruhpolding. HIer wurde es dann aber richtig wolkig und ich fing an, schon etwas mit dem Schicksal zu hadern.
Beim Biathloncenter sah´s dann doch mal hoffnungsvoll aus, und ich baute Kamera und Stativ auf. Aber es kam nur zur üblichen “April, April” Aktion der Sonne. Dafür gibt´s an dieser Stelle ein “HDR”-Panoramafoto, die Wolkenstimmung kann sich jedenfalls sehen lassen!
Reit im Winkel
Mein nächstes Ziel sollte Reit im Winkel sein. Rosi Mittermeier spukt im Kopf herum, während ich durch idyllische Umgebung meine Fahrt fortsetze. Die Wolken werden zwar wieder weniger, leider aber nicht überzeugend. Am Löden- und Weitsee fahre ich schweren Herzens vorbei, da weder ein Parkplatz, noch genug blauer Himmel in Sicht ist. Und dann – das malerische Reit im Winkel. Ich suche mir einen Platz für ein Panorama. Wunderbare Abendstimmung, guter Blick aufs Dorf – alles ist bereit, dann kommt doch wieder eine Wolkenfront, und ich packe entnervt zusammen und beschließe, abendessen zu gehen.
Nachdem die Laune mit vollem Magen wieder besser ist, beschließe ich nach Einbruch der Dunkelheit nochmal mit Kamera und Stativ loszuziehen. Und das hat sich dann auch gelohnt…
Am nächsten Morgen bin ich schon um 6 Uhr auf den Beinen. Trotz bester Aussichten hält sich zäher Nebel zwischen den Bergen und dann muß natürlich noch ne grosse Wolke vor der aufsteigenden Sonne sein. So warte ich auf mein Licht um mein 360grad Panorama machen zu können bis 7 Uhr. Aber dann…
Durch Österreich und das Inntal
Am Walchsee vorbei, teilweise durch strahlenden Sonnenschein und dann wieder dichten Nebel fuhr ich hinunter ins Inntal. Ich wollte über den Tatzelwurm nach Schliersee. Und endlich hielt auch der Morgen, was der Wetterbericht versprochen hatte.
Am Tatzelwurm, am Fuß des Brünnsteins




